Das finanziell Machbare im Auge behalten

Nun sind auch die Freien Bürger am Netz. Christian Götz, stellvertretender FBG-Vorsitzender, stellte die Homepage www.fbg-birstein.de vor, die von Oliver Röder gestaltet wurde, dem Schwiegersohn des derzeitigen Ersten Beigeordneten Lothar Breitwieser (FBG). Dass der in der kommenden Legislaturperiode aus Zeitgründen nicht mehr als Erster Beigeordneter zur Verfügung steht, ebenso wie der Beigeordnete Willi Stock, wird seitens des FBG-Vorstands bedauert. Aber die 39 Namen umfassende Kandidatenliste für die Gemeindevertretung enthält genug Potenzial. Neben bewährten Kommunalpolitikern wie dem Spitzenkandidaten Heiner Kauck finden sich auch einige neue Namen auf der Liste wie Dieter Buchholz oder Michael Schmück.
Die beiden Slogans der FBG, „Für ein bürgerfreundliches Birstein" und „kompetent, zuverlässig, bürgernah", erscheinen auf der Startseite der Homepage, dazu wechseln sich Bilder aus allen Ortsteilen ab, die Christian Götz im vergangenen Jahr fotografiert hatte. Und auch das neue blau-weiße Logo der FBG ist zu sehen, rechteckig mit 16 Kästchen, die die Ortsteile symbolisieren. Unter dem Link „Termine" finden sich speziell politische Termine. Unter „Vorstand" stellen sich Hans Dieter Eitel (Vorsitzender), Heiner Kauck und Christian Götz (Stellvertreter) sowie Peter Lauck (Schatzmeister und Schriftführer) vor. Weiter ist ein Link zu den Gemeindegremien installiert. Unter einem weiteren Menüpunkt gibt es Informationen zur Geschichte Birsteins (zusammengetragen von Peter Kauck), zu den 16 Ortsteilen, zum Kommunalwahlrecht und zu den Einwohnerzahlen. Bilder sind zu sehen, und unter dem Punkt „Kommunalwahl 2011" werden die Kandidaten vorgestellt. Weiter gibt es ein Pressearchiv und einen Beitrag zur Geschichte der FBG, die Heiner Kauck zusammengetragen hat.
2006, erläuterte Heiner Kauck, habe die FBG mit 28,8 Prozent und sieben Sitzen ihr bisher bestes Ergebnis erzielt. Eine Prognose wollte der Fraktionsvorsitzende jedoch nicht abgeben, denn diesmal treten neben FBG, CDU und SPD auch noch die FDP und die „Aktiven Bürger für Birstein" an. Der Wahlausschuss hat gestern Abend alle fünf Wahlvorschläge zugelassen. „Wir sind in erheblichen Schwierigkeiten beim Programm", sagte Heiner Kauck. In den vergangenen sieben Jahren habe die Gemeinde 19 Millionen Euro investiert, im gleichen Zeitraum sei der Schuldenstand von 2,8 auf 2,0 Millionen Euro vermindert worden. Daraus würden eine gute Haushaltsführung und ein Verantwor-turfgsbewusstsien der Gemeindevertreter deutlich. 2011 gehe es mit den Krediten nach oben, weil das Land Hessen keine Zuschüsse mehr zahle, sondern nur noch Beihilfen für Kredite. „So schnellt die Schuldenlast auf drei bis dreieinhalb Millionen Euro hoch", erläuterte Heiner Kauck. Das Grundprinzip der FBG sei schon immer gewesen: „Nur das machen, was wir auch bezahlen können".

Dieter Buchholz, Heiner Kauck, Hans Dieter Eitel, Peter Kauck und Christian Götz (v.l.)

Keine "Parteischeuklappen"


Birstein habe ein hervorragendes Schulsystem, vier Kindergärten, vier Ärzte, drei Zahnärzte, zwei Apotheken, ein Altenheim, einen ambulanten Pflegedienst, ein Schwimmbad mit Sauna, Sportanlagen, Dorfgemeinschaftshäuser und Feuerwehren. Das alles wollen wir erhalten, und das kostet schon eine Menge Geld." Und solange keine Reform der Gemeindefinanzen kommt, werden wir auf der Stelle treten", fuhr Heiner Kauck fort. Die Kandidaten der FBG hätten keine Parteischeuklappen" auf, sie alle engagierten sich auch in verschiedenen Ver-einen. Die FBG, so kündigte der Spitzenkandidat an, werde keinen Wahlkampf betreiben, indem sie von Ort zu Ort reist. Das Medium , Versammlung ist nicht mehr das, was es einmal war." Deswegen werde die FBG auch nur eine einzige Wahl Veranstaltung machen, die am 24. März im Bürgerzentrum stattfinden soll. Aber alle Kandidaten seien offen für das Gespräch auf der Straße. Es werde ein Flugblatt geben und einige Plakate.
Koalitionen werde es wie bisher wohl auch keine geben, so Heiner Kauck, lediglich Absprachen, zum Beispiel über den Ersten Beigeordneten oder die Ausschuss-Vorsitze. Das hätten die Fraktio-nen bislang einvernehmlich geregelt, und genau das wünscht sich Heiner Kauck auch für die Zeit nach dem 27. März.
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